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Montag, 11. Dezember 2023

Personalmangel führt zu weniger Produktivität – Experte verrät, wie das Handwerk jetzt gegensteuert

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Künzell (ots) –

Laut einer Stepstone-Studie klagen 76 Prozent der Unternehmen über Produktivitätsverluste durch den Mangel an Fachkräften, ein Anstieg um 16 Prozentpunkte seit der Zeit vor der Pandemie. Dabei handelt es sich nicht nur um isolierte Fälle in bestimmten Branchen; das Problem ist branchenübergreifend.

„Es ist nicht nur eine Frage des ‚Wo finde ich Mitarbeiter‘, sondern vielmehr ‚Wie binde ich sie langfristig an mein Unternehmen und begeistere sie?‘. Einfach nur Leute einstellen löst das Problem nicht; wir müssen über Retentionsstrategien und Arbeitsplatzkultur sprechen“, betont Julian Jehn, Recruitingexperte spezialisiert auf Bau-, Handwerks- und Industrieunternehmen. Wie das Handwerk dem Personalmangel gegensteuert, verrät er in diesem Artikel.

Ohne Neueinstellungen keine Erholung für Betriebe und Belegschaft

Neue Mitarbeiter erst einmal zu finden, ist wichtig; das steht außer Frage. Schon jetzt sehen sich zahlreiche Unternehmen gezwungen, Aufträge abzulehnen, da sie sonst mit der Arbeit nicht nachkommen würden. Dennoch macht sich vielerorts Erschöpfung unter der Belegschaft bemerkbar – die fehlenden Fachkräfte führen schon jetzt dazu, dass jeder einzelne Mitarbeiter ein höheres Arbeitspensum zu bewältigen hat.

Kurzfristig mag es deshalb zwar möglich sein, durch Mehrarbeit und Überstunden die Flut an Aufträgen zu bewältigen, langfristig wirkt sich dies jedoch negativ auf die Beschäftigten und den gesamten Betrieb aus: Während sich die erschöpfungsbedingten Krankheitsfälle häufen, erwägen nicht wenige Mitarbeiter aus Frust die Kündigung. Entsprechend ist es unerlässlich, zuerst das bestehende Personal durch Neueinstellungen zu entlasten und Kapazitäten zu schaffen, um das Auftragsvolumen zu bewältigen.

Bei gleichen Ausgaben mehr bieten durch Mitarbeiter-Benefits

Gleichzeitig gilt es jedoch, die Attraktivität des eigenen Betriebs als Arbeitgeber zu steigern. Dafür bietet es sich an, staatlich geförderte oder steuerlich vergünstigte Mitarbeiter-Benefits anzubieten. Zum Beispiel kann jedem Mitarbeiter mit ein Gesundheitsbudget von bis zu 1.400 Euro zur Verfügung gestellt werden, das dieser ganz nach Bedarf für Brillen, Massagen, professionelle Zahnreinigungen oder andere Leistungen zur Gesundheitsförderung aufwenden kann.

Darüber hinaus besteht die Option, eine betriebliche Altersvorsorge anzubieten oder den Arbeitslohn anderweitig steuerlich zu optimieren, indem zum Beispiel steuerfreie Benefits angeboten werden. Dies wirkt besonders attraktiv, da viele Betriebe diese Möglichkeiten bislang völlig vernachlässigen – so verfügen über 60 Prozent der deutschen Arbeitnehmer über keine betriebliche Vorsorge. Diese Option bietet dem Arbeitgeber sogar den zusätzlichen Vorteil, dass seine eigenen Vollkosten bei gleichem oder höherem Mehrwert für den Arbeitnehmer sinken.

Personal durch Digitalisierung effektiv entlasten

Zuletzt wird auch das Thema Digitalisierung als Faktor für die Mitarbeiterbindung in vielen Betrieben noch immer vernachlässigt. Werden Abläufe in sinnvoller Weise automatisiert, systematisiert und digitalisiert, kann dadurch eine beträchtliche Produktivitätssteigerung erzielt werden. Beispielsweise lassen sich neue Mitarbeiter mithilfe digitaler Schulungssysteme effizienter und zeitsparender betreuen und einarbeiten, während digitale Simulationen dabei helfen, Fehlplanungen bei Bauvorhaben zu vermeiden. Darüber hinaus können dank Automatisierungen einfache, manuelle und sich wiederholende Tätigkeiten abgelöst werden.

Es handelt sich bei der Digitalisierung also um ein äußerst wirksames Instrument, um Mitarbeiter dauerhaft zu entlasten und ihre Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten. Dies führt dazu, dass die Arbeitslast schneller und mit weniger Stress bewältigt werden kann, sodass sich auch das Betriebsklima merkbar verbessert – ein Vorteil, den nur wenige später missen wollen.

Über Julian Jehn:

Julian Jehn und Johann Peters sind die Gründer und Geschäftsführer der Jehn & Peters GmbH. Als Recruiting-Experten für Bau-, Handwerks- und Industrieunternehmen unterstützen sie ihre Kunden bereits seit vielen Jahren dabei, zuverlässig und vor allem langfristig Mitarbeiter zu gewinnen, die genau in das entsprechende Unternehmen passen. Dabei setzen sie nicht nur auf Social-Media-Recruiting, sondern sorgen mit einem Strategie-Mix aus Schulungssystemen, Vorsorgemodellen und Videoproduktionen dafür, dass ihre Kunden wieder deutlich mehr Bewerbungen geeigneter Kandidaten aus ihrer Region erhalten. Weitere Informationen unter https://jehn-peters.de/

Pressekontakt:
Jehn & Peters GmbH
Julian Jehn, Johann Peters
E-Mail: [email protected]
Webseite: https://www.jehn-peters.de/

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